Datenbank-Begriffe und Bezeichnungen im Überblick   Datawarehouse-Fortsetzung
Ein Data-Warehouse ist zumeist eine Datenbank, deren Inhalt sich aus Daten unterschiedlicher Quellen zusammensetzt.
Die Daten werden von den Datenquellen in das Data-Warehouse geladen und dort überwiegend für Datenanalysen und zu betriebswirtschaftlichen
Entscheidungshilfen in den Unternehmen langfristig gespeichert.

  *  Hintergund zur Erstellung und Betriebs eines Data-Warehouses:
      Integration von Daten aus verteilten und strukturell differierenden Datenbeständen, zum Zweck eine globale Sicht auf die Quelldaten und somit
      übergreifende Auswertungen zu ermöglichen.

  *  Trennung der Daten, die für das operative Geschäft genutzt werden, von solchen, die im Data-Warehouse beispielsweise für Aufgaben des
      Berichtswesens, Controllings, zu Entscheidungsunterstützungen sowie zu Geschäftsanalysen und der Unternehmensführung verwendet werden.

Die zentrale Komponente eines Data-Warehouse-Systems ist das Data-Warehouse selbst.
Die Daten werden im Rahmen eines ETL (Eject-Transform-Load)-Prozesses aus unterschiedlichen Quellen extrahiert, per Transformation bereinigt und harmonisiert, um danach in das Data-Warehouse geladen zu werden.

DBS-Fortsetzung
Ein Datenbanksystem ( DBS ) dient der elektronischen Datenverwaltung.

Der wesentliche Zweck eines DBS ist es, große Datenmengen effizient, widerspruchsfrei und dauerhaft auf nicht flüchtigen Speichermedien abzulegen,
sowie die Bereitstellung benötigter Teilmengen in unterschiedlichen Darstellungsformen nach Bedarf für Anwendungen und/ oder Benutzer.

Ein solches Datenbanksystem ( DBS ) besteht aus zwei Teilen:
Dem Datenbankmanagementsystem (DBMS), einer Verwaltungssoftware, und der Menge der zu verwaltenden Daten, der Datenbank.
Die Verwaltungssoftware des DBS sorgt intern für eine Organisation zur strukturierten Speicherung der Daten gemäß dem vorgegebenen Datenbankmodell und kontrolliert desweiteren alle lesenden, sowie schreibenden Zugriffe auf die Datenbank.
Eine weitere Aufgabe besteht darin als Schnittstelle eine Datenbanksprache zum Anfügen und Ändern von Daten und zu administrativen Zwecken bereitzustellen.
Außer den eigentlichen Daten enthält eine DB zusätzlich eine Beschreibung der Daten, den sogenannten Datenkatalog

Eigenschaften eines DBMS
Die charakteristischen Eigenschaften eines Datenbankmanagementsystems lassen sich wie folgt beschreiben:
Datenbankmodelle
Basis für eine Strukturierung der Daten und deren Beziehungen zueinander ist das sogenannte Datenbankmodell.
Ein solches Datenbankmodell ist seitens des Herstellers vorgegeben. Abhängig vom Datenmodell kann oder muss ein Datenbankschema den vorhandenen Strukturierungsmöglichkeiten angepasst werden.
Zu den oben angeführten Datenbankmodellen existieren eine Vielzahl an Misch-und Nebenformen wie beispielsweise das objektrelationale Datenbankmodell.

Erläuterungen:

Anfrageoptimierung:
Damit Daten abgefragt und manipuliert werden können, stellt ein DBMS eine Datenbanksprache zur Verfügung.
Die Data Manipulation Language "DML",( zu deutsch Datenmanipulationssprache ), mit der Daten abgerufen oder geändert werden können.

Bereitstellung von Indizes:
Auch Indizes spielen eine wichtige Rolle bei der Anfrageoptimierung, da diese dazu dienen, bestimmte Datensätze schnell aufzufinden.
Welche Daten Indexiert werden ist vom Datenbankschema abhängig, spätere Anpassungen sind jedoch möglich.

Bereitstellung von Triggern:
Trigger dienen der Unterstützung von Datenbankapplikationen. Diese lösen eine Aktion aus, wenn ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist. Zumeist bei Anfüge-oder Änderungsoperationen.

Datensicherheit:
Bei Speicherung der Daten durch das RDBMS ( relationales Datenbankmanagementsystem ) werden zusätzlich Informationen über die Datenschemata und Zugriffsrechte von Benutzern gespeichert. Die Speicherung der Zugriffsrechte für Benutzer dient der Datensicherheit und unterbindet unerlaubte Zugriffe.
Zum Punkt Datensicherheit gehört selbstverständlich auch das Sichern des Datenbestandes. Die sogenannten Backups, welche zumeist außerhalb der Arbeits-und Geschäftszeiten durchgeführt werden, da es während eines Backups nur eingeschränkt möglich ist, Daten zu modifizieren und /oder es zu Performance Problemen kommen kann.

Gespeicherte Prozeduren ( Stored Procedures ):
Eine gespeicherte Prozedur oder Funktion ist ein SQL-Unterprogramm, das durch eine Client-Anwendung, einen Datenbanktrigger oder einen Anwendungstrigger aufgerufen werden kann.
Stored Procedures werden innerhalb des Datenbanksystems ausgeführt und sind oft der effizienteste Weg Daten zu manipulieren.

Mehrbenutzerbetrieb durch Transaktionen ( Sperrung von Datensätzen zur Bearbeitungszeit ):
Ein leistungsfähiges Konzept, mit dem Datenbankbetreiber und Administratoren vertraut sein sollten, ist die Transaktion.
Eine Transaktion ist definiert als eine atomare Arbeitseinheit ( entweder alle Änderungen in der Transaktion sind dauerhaft oder keine ).
Eine Transaktion beginnt mit der ersten Änderung nach dem Aufbau einer Datenbanksitzung.
Eine Transaktion endet, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:
  * Eine Commit-Anweisung wird ausgeführt.
  * Eine Rollback-Anweisung wird ausgeführt. Mit der ersten Änderung nach einer Commit- oder Rollback-Anweisung beginnt erneut eine neue Transaktion.

Das Transaktionskonzept ist ein weiterer wichtiger Teil der Datensicherheit, das Daten gegen Race Conditions durch den parallelen Zugriff mehrerer Benutzer schützt. Andernfalls könnten Daten von unterschiedlichen Benutzern gleichzeitig geändert werden und das Ergebnis der Änderungen würde vom Zufall abhängen.
Ergo, sperren Transaktionen Daten vorübergehend für den Zugriff durch andere Benutzer, bis eine Transaktion durch einen Commit beendet wird. Danach werden die geänderten Daten wieder freigegeben.

Sicherstellung der Datenintegrität:
Die Integrität der Daten kann durch sogenannte Constraints sichergestellt werden.
Constraints sind Regeln im Datenbankmanagementsystem, die beschreiben, wie Daten verändert werden dürfen.
Dem wichtigsten Vertreter relationaler Datenbanksysteme, dem Foreign Key Constraint obliegt die Aufgabe zu verhindern, dass Daten gelöscht werden können, die noch von einer anderen Tabelle benötigt werden. Dabei handelt es sich um Daten, die über einen Foreign Key referenziert wurden.

Speichern der Daten:  * siehe Datensicherheit

Verwaltung von Metadaten:
Datenbanksysteme verwalten neben den Nutz-oder Verkehrsdaten auch Daten über das DBS selbst, also Daten über die Daten ( Metadaten ).
Die Metadaten werden im so genannten Datenkatalog oder auch Data Dictionary gehalten.