top
 

Datenbank-Begriffe und Bezeichnungen im Überblick 
  • ACID  beschreibt die erwünschten Eigenschaften von Transaktionen bei Datenbankmanagementsystemen (DBMS) und verteilten Systemen.
    atomicity (Atomarität):  Modifikation eines Datenbestandes durch zusammengefasste Operationen (Transaktion), die entweder als Ganzes erfolgreich
                                        verläuft, oder durch ein Rollback zurückgenommen werden kann.

    consistency (Konsistenz) bedeutet bei Datenbanken die Widerspruchsfreiheit von Daten.

    isolation (Isoliertheit)  Damit keine gegenseitige Beeinflussung durch sich in Ausführung befindlichen Transaktionen geschieht, gibt es die Isolation
                                     welche durch Sperrprotokolle oder Zeitstempel realisiert wird.

    durability (Dauerhaftigkeit)  Als Ergebnis einer erfolgreich abgeschlossenen Transaktion bleiben die Änderungen dauerhaft.


  • ADO - Kurzform für: Active Data Objects
    ADO ist eine ActiveX basierende (Datenzugriffs)-Schnittstelle zum Zugriff auf Datenbanken wie z.B. MS-Access, SQL-Server, Oracle und Nachfolger
    von DAO (Data Access Objects). Erst mit OLE-DB und ADO kann die volle Leistung von Server-Datenbanken und SQL-92 genutzt werden.
     
  • ADOX
    ADOX ist eine mit Access eingeführte Objektschnittstelle, die als Erweiterung für ADO fungiert und den Zugriff auf die Datendefinitions- und Datensicherheitsmerkmale der Jet-Engine ermöglicht.
     
  • API - Application Programmer's Interface oder Application Programming Interface
    Programmier- und Anwendungsschnittstelle.

  • BLOB - Kurzform für: Binary Large Objects
    ist ein spezieller Datentyp in Datenbanksystemen zur Speicherung von multimedialen Informationen wie Bildern und Grafiken in EDM-Systemen.

  • DAO - Kurzform für: Data Access Objekts
    Ist die Programmierschnittstelle zu (Microsofts) Jet Database Engine, welche den Zugriff auf Daten und Strukturen von Datenbanken, speziell
    Microsoft Access Datenbanken regelt.
     
  • Datawarehouse - Zentrale Datensammlung für alle betrieblichen Daten eines Unternehmens
     
  • DB - Kurzform für Datenbank
    Der Begriff Datenbank (engl. database) steht theoretisch für einen logisch zusammengehörigen Datenbestand.
     
  • DBS - Kurzform für Datenbanksystem
     
  • DCL  Data Control Language
    Datenkontrollsprache, mit der die den Datenbankbenutzern erteilten Berechtigungen definiert werden.
     
  • DDL  Data Definition Language
    Datendefinitionssprache, mit der Datenbankobjekte definiert werden.
     
  • DML  Data Manipulation Language
    Datenmanipulationssprache, mit der Daten abgerufen oder geändert werden.
     
  • EDM  Engineering Data Management oder Electronic Document Management (Elektronisches Dokumentenmanagement)
     
  • Konsistenz
    Der Begriff Konsistenz steht bei Datenbanken für die Widerspruchsfreiheit von Daten.
    Um die Konsistenz einer Datenbank gewährleisten zu können, werden Integritätsbedingungen (sogenannte constraints) festgelegt, welche vom Datenbanksystem überwacht werden.
    Eine solche Überwachung findet u.a. beim Einfügen, Löschen oder Ändern von Daten in einem Datenbankmanagementsystem (DBMS) statt.
     
  • ODBC  Open Database Connectivity
    Eine standardisierte Datenbankschnittstelle, die SQL als Datenbanksprache verwendet.
     
  • OLAP  Online Analytical Processing (dt. analytische-online-Verarbeitung, analytische Datenverarbeitung)
    Die OLAP-Technologie ist ein hoch effektives Analyse-und Auswertungskonzept für große Datenmengen, die es ermöglicht, Data Warehouses effektiv für Onlineanalysen einzusetzen, und Antworten sehr schnell auf interaktive, komplexe und/oder, analytische Abfragen erfolgen.
    OLAP-Systeme bieten die nötige Flexibilität und Geschwindigkeit, um Analytiker in Echtzeit unterstützen zu können.

    Begriffe in Zusammenhang mit OLAP:
      * DOLAP <=> Desktop OLAP
      * HOLAP <=> Hybrid OLAP
      * MOLAP <=> multidimensionales OLAP
      * ROLAP <=> relationales OLAP

     
  • OLTP  Online Transaction Processing
    Der Hauptgesichtspunkt bei OLTP liegt auf der Transaktionssicherheit bei parallelen Anfragen, Minimierung der Antwortzeiten bei Anfragen und einem hohen Datendurchsatz (entspricht Anzahl von Transaktionen pro Zeiteinheit).
    Somit steht OLTP für eine Methode der zentralisierten Transaktionsverarbeitung, bei der eine Folge von Aufträgen (Transaktionen) nacheinander auf einem entfernten Server abgearbeitet werden, wobei die Verbindung Client/Server bestehen bleibt (online) und der Client auf die Fertigstellung der Aufträge (Transaktionen) wartet.

    Eigenschaften zu sonstigen Client/Server-Architekturen:
    * Beim Nutzer entsteht der Eindruck, das OLTP-System arbeite in Echtzeit.
    * Es werden sichere Transaktionen durchgeführt, da das OLTP-System über Methoden (siehe ACID ) zur konsistenten Transaktionskoordinierung
      und zum Recovery verfügt.
    * OLTP verfügt über Mechanismen zum Logging.

    Kennzeichen von OLTP-Systemen sind:
    * Scheinbares Echtzeitverhalten
    * Standardisierte Transaktionen (z.B. Buchung (Flug)Tickets, Reservierung etc.)
    * Viele Benutzer (wie bei Reservierungssystemen von Bahn und Reisebüros, Ticketverkauf etc.)
    * Jeder Benutzer generiert eine Vielzahl an Transaktionen.
    OLTP stellt damit das Pendant zu OLAP (Online Analytical Processing) das der Aufbereitung und Auswertung von Daten über lange Zeiträume dient.

     
  • PL/SQL oder PL-SQL  Procedural Language/SQL
    Proprietäre Programmiersprache der Firma Oracle, welche die Geschwindigkeit der Abfragesprache SQL mit dem Komfort prozeduraler
    Programmiersprachen verbindet. Unterstützung von Variablen, Bedingungen, Schleifen und Ausnahmebehandlungen.
     
  • Referentielle Integrität
    Die Referenzielle Integrität (RI) bezieht sich auf die Verwaltung der Beziehungen zwischen den Daten in mehreren Tabellen.
    Diese dient der Korrektheit zwischen Attributen von Relationen und der Aufrechterhaltung der Eindeutigkeit ihrer Schlüssel.
    Die referenzielle Integrität gewährleistet, dass in einer Tabelle die Fremdschlüssel nur Werte annehmen können, die in der referenzierten Mastertabelle
    (der bestehenden Beziehung) bereits als Primärschlüssel angelegt worden sind.
     
  • SQL  Structured Query Language
    Eine Datenbanksprache zur Definition, Abfrage und Manipulation von Daten in relationalen Datenbanken.
    Standardisiert von/nach ANSI und ISO. SQL umfasst die folgenden Datenbanksprachen: DCL, DDL, DML
    Unterstützt von fast allen gängigen Datenbanksystemen.
     
  • T-SQL  Transact-SQL
    Eine Erweiterung des SQL Standards durch Sybase und Microsoft, beinhaltet Fehlerbehandlung, Row-Processing und Variablen-Deklaration.
    Durch T-SQL wird die Funktionalität einer Datenbank dahingehend erweitert, das sogenannte Stored Procedures (Gespeicherte Prozeduren)
    auf dem Datenbankserver als eine Art Programm abgelegt und bei vorhandenen Berechtigungen von Benutzern ausgeführt werden können.
     
  • Transaktion
    In der Informatik definiert man die Transaktion als eine feste Folge von Operationen welche als eine logische Einheit betrachtet wird.
    Damit die Konsistenz bei Transaktionen gewährleistet bleibt, werden sogenannte Integritätsbedingungen (Constraints) festgelegt, die vom Datenbanksystem überwacht werden. Wird durch eine Transaktion mindestens eine der Integritätsbedingungen verletzt (Inkonsistenz), ist/wird eine solche Transaktion durch ein Rollback zurückgenommen.
     
  • Transaktionssystem
    Ein Transaktionssystem ist ein System, das Transaktionen auf einem Datenbestand ausführt.
    Geldinstitute verwalten die Konten der Kunden beispielsweise mit Transaktionssystemen (Datenbanken), die täglich viele tausende Abfragen zu Abhebungen, Einzahlungen usw. durchführen, den sogenannten Transaktionen. Ein gutes Beispiel zur Veranschaulichung ist bei Wikipedia zu finden
     
  • Trigger  eigentlich Datenbanktrigger,
    sind eine Sonderform gespeicherter Prozeduren, die automatisch ausgeführt werden, wenn ein bestimmtes Ereignis auf dem Datenbankserver eintritt.
    Es existieren zwei Trigger-Varianten:
      *  DML-Trigger werden für INSERT, DELETE oder UPDATE Anweisungen auf Tabellen oder Views eingesetzt.
      *  DDL-Trigger werden bei CREATE, DROP, GRANT, DENY, REVOKE, ALTER und UPDATE STATISTICS Anweisungen, sowie bei einigen
    Systemprozeduren ausgelöst. Weitere Infos zu Triggern
     
  • VBA  Visual Basic for Applications
    Microsoft hat VBA nicht nur in Access, sondern beispielsweise auch in Excel, PowerPoint, Project etc. implementiert.
    Die VBA-Programmierung erfolgt entweder in eigenständigen oder in Klassenmodulen.
    Eigenständige Module:  Verwendung des geschriebenen Codes, von verschiedenen Berichten und Formularen
    Klassenmodule:  als Bestandteil eines Berichts oder Formulars. Diese Art des hinterlegten Codes wird auch als CBF (Code behind Forms) bezeichnet.
     
Datawarehouse-Fortsetzung
Ein Data-Warehouse ist zumeist eine Datenbank, deren Inhalt sich aus Daten unterschiedlicher Quellen zusammensetzt.
Die Daten werden von den Datenquellen in das Data-Warehouse geladen und dort überwiegend für Datenanalysen und zu betriebswirtschaftlichen
Entscheidungshilfen in den Unternehmen langfristig gespeichert.

  *  Hintergund zur Erstellung und Betriebs eines Data-Warehouses:
      Integration von Daten aus verteilten und strukturell differierenden Datenbeständen, zum Zweck eine globale Sicht auf die Quelldaten und somit
      übergreifende Auswertungen zu ermöglichen.

  *  Trennung der Daten, die für das operative Geschäft genutzt werden, von solchen, die im Data-Warehouse beispielsweise für Aufgaben des
      Berichtswesens, Controllings, zu Entscheidungsunterstützungen sowie zu Geschäftsanalysen und der Unternehmensführung verwendet werden.

Die zentrale Komponente eines Data-Warehouse-Systems ist das Data-Warehouse selbst.
Die Daten werden im Rahmen eines ETL (Eject-Transform-Load)-Prozesses aus unterschiedlichen Quellen extrahiert, per Transformation bereinigt und harmonisiert, um danach in das Data-Warehouse geladen zu werden.

DBS-Fortsetzung
Ein Datenbanksystem ( DBS ) dient der elektronischen Datenverwaltung.

Der wesentliche Zweck eines DBS ist es, große Datenmengen effizient, widerspruchsfrei und dauerhaft auf nicht flüchtigen Speichermedien abzulegen,
sowie die Bereitstellung benötigter Teilmengen in unterschiedlichen Darstellungsformen nach Bedarf für Anwendungen und/ oder Benutzer.

Ein solches Datenbanksystem ( DBS ) besteht aus zwei Teilen:
Dem Datenbankmanagementsystem (DBMS), einer Verwaltungssoftware, und der Menge der zu verwaltenden Daten, der Datenbank.
Die Verwaltungssoftware des DBS sorgt intern für eine Organisation zur strukturierten Speicherung der Daten gemäß dem vorgegebenen Datenbankmodell und kontrolliert desweiteren alle lesenden, sowie schreibenden Zugriffe auf die Datenbank.
Eine weitere Aufgabe besteht darin als Schnittstelle eine Datenbanksprache zum Anfügen und Ändern von Daten und zu administrativen Zwecken bereitzustellen.
Außer den eigentlichen Daten enthält eine DB zusätzlich eine Beschreibung der Daten, den sogenannten Datenkatalog

Eigenschaften eines DBMS
Die charakteristischen Eigenschaften eines Datenbankmanagementsystems lassen sich wie folgt beschreiben:
Datenbankmodelle
Basis für eine Strukturierung der Daten und deren Beziehungen zueinander ist das sogenannte Datenbankmodell.
Ein solches Datenbankmodell ist seitens des Herstellers vorgegeben. Abhängig vom Datenmodell kann oder muss ein Datenbankschema den vorhandenen Strukturierungsmöglichkeiten angepasst werden.
  • Hierarchisch:       Die Datenobjekte können ausschließlich in einer Eltern-Kind Beziehung zueinander stehen.
  • Netzwerkartig:    Die Datenobjekte werden miteinander in Netzen verbunden.
  • Objektorientiert:  Die Beziehungen zwischen Datenobjekten werden vom Datenbanksystem eigenständig verwaltet.
                              Objekte können Daten und Eigenschaften anderer Objekte erben.
  • Relational:           Die Daten werden zeilenweise in Tabellen abgelegt.
                              Es können beliebige Beziehungen zwischen den Daten hergestellt werden, welche durch Werte ausgewählter Tabellenspalten
                              festgelegt werden.
Zu den oben angeführten Datenbankmodellen existieren eine Vielzahl an Misch-und Nebenformen wie beispielsweise das objektrelationale Datenbankmodell.

Erläuterungen:

Anfrageoptimierung:
Damit Daten abgefragt und manipuliert werden können, stellt ein DBMS eine Datenbanksprache zur Verfügung.
Die Data Manipulation Language "DML",( zu deutsch Datenmanipulationssprache ), mit der Daten abgerufen oder geändert werden können.

Bereitstellung von Indizes:
Auch Indizes spielen eine wichtige Rolle bei der Anfrageoptimierung, da diese dazu dienen, bestimmte Datensätze schnell aufzufinden.
Welche Daten Indexiert werden ist vom Datenbankschema abhängig, spätere Anpassungen sind jedoch möglich.

Bereitstellung von Triggern:
Trigger dienen der Unterstützung von Datenbankapplikationen. Diese lösen eine Aktion aus, wenn ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist. Zumeist bei Anfüge-oder Änderungsoperationen.

Datensicherheit:
Bei Speicherung der Daten durch das RDBMS ( relationales Datenbankmanagementsystem ) werden zusätzlich Informationen über die Datenschemata und Zugriffsrechte von Benutzern gespeichert. Die Speicherung der Zugriffsrechte für Benutzer dient der Datensicherheit und unterbindet unerlaubte Zugriffe.
Zum Punkt Datensicherheit gehört selbstverständlich auch das Sichern des Datenbestandes. Die sogenannten Backups, welche zumeist außerhalb der Arbeits-und Geschäftszeiten durchgeführt werden, da es während eines Backups nur eingeschränkt möglich ist, Daten zu modifizieren und /oder es zu Performance Problemen kommen kann.

Gespeicherte Prozeduren ( Stored Procedures ):
Eine gespeicherte Prozedur oder Funktion ist ein SQL-Unterprogramm, das durch eine Client-Anwendung, einen Datenbanktrigger oder einen Anwendungstrigger aufgerufen werden kann.
Stored Procedures werden innerhalb des Datenbanksystems ausgeführt und sind oft der effizienteste Weg Daten zu manipulieren.

Mehrbenutzerbetrieb durch Transaktionen ( Sperrung von Datensätzen zur Bearbeitungszeit ):
Ein leistungsfähiges Konzept, mit dem Datenbankbetreiber und Administratoren vertraut sein sollten, ist die Transaktion.
Eine Transaktion ist definiert als eine atomare Arbeitseinheit ( entweder alle Änderungen in der Transaktion sind dauerhaft oder keine ).
Eine Transaktion beginnt mit der ersten Änderung nach dem Aufbau einer Datenbanksitzung.
Eine Transaktion endet, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:
  * Eine Commit-Anweisung wird ausgeführt.
  * Eine Rollback-Anweisung wird ausgeführt. Mit der ersten Änderung nach einer Commit- oder Rollback-Anweisung beginnt erneut eine neue Transaktion.

Das Transaktionskonzept ist ein weiterer wichtiger Teil der Datensicherheit, das Daten gegen Race Conditions durch den parallelen Zugriff mehrerer Benutzer schützt. Andernfalls könnten Daten von unterschiedlichen Benutzern gleichzeitig geändert werden und das Ergebnis der Änderungen würde vom Zufall abhängen.
Ergo, sperren Transaktionen Daten vorübergehend für den Zugriff durch andere Benutzer, bis eine Transaktion durch einen Commit beendet wird. Danach werden die geänderten Daten wieder freigegeben.

Sicherstellung der Datenintegrität:
Die Integrität der Daten kann durch sogenannte Constraints sichergestellt werden.
Constraints sind Regeln im Datenbankmanagementsystem, die beschreiben, wie Daten verändert werden dürfen.
Dem wichtigsten Vertreter relationaler Datenbanksysteme, dem Foreign Key Constraint obliegt die Aufgabe zu verhindern, dass Daten gelöscht werden können, die noch von einer anderen Tabelle benötigt werden. Dabei handelt es sich um Daten, die über einen Foreign Key referenziert wurden.

Speichern der Daten:  * siehe Datensicherheit

Verwaltung von Metadaten:
Datenbanksysteme verwalten neben den Nutz-oder Verkehrsdaten auch Daten über das DBS selbst, also Daten über die Daten ( Metadaten ).
Die Metadaten werden im so genannten Datenkatalog oder auch Data Dictionary gehalten.

nach oben / Seitenanfang