Schreckensmeldungen und Schlagzeilen Verbote für das gemeine Volk
Das Verbot der sogenannten Hackertools, die über-und vorwiegend zu Sicherheits-und Schwachenstellenanalysen in Netzwerken und auf Systemen eingesetzt werden/wurden, kommt der geplanten Einführung des Bundes-Trojaners, wie auch der "NICHT-Entdeckung" von Schwachstellen in Betriebssystemem, Kommunikationsprotokollen, Sicherheitssoftware etc. nur entgegen.
Naja, der Staat muss seine Investitionen halt auch schützen. ( Sind ja schließlich Steuergelder :(
Wo kämen wir hin, wenn staatliche Hacker und deren Spionage-Software einfach entdeckt werden könnten ?
Wie wäre es um kommerzielle Unternehmen bestellt, wenn immer wieder Schwachstellen in deren Software entdeckt würde ?
Wie könnten dann Staat und Wirtschaft zusammenarbeiten, wenn keiner mehr diese kommerziellen Produkte kaufen würde ?

Gibt es denn für den gemeinen Bürger auch Vorteile ?
Vielleicht dann, wenn uns Dank Ressortübergreifender Regierungsstellen und öffentlicher Einrichtungen der Zentralcomputer Auskunft über die eben gemachte weibliche Bekanntschaft gibt, ob diese nach Einschätzung des Zentralcomputers und ihrer genetischen Anlagen, für uns als Brüterin und Ehefrau in Frage kommt. Ups, aber bitte erst die Anträge auf Fortpflanzung und die rechtlichen Vorgaben lesen. DANKE ZENTRALCOMPUTER.

Warum werden Datenschutz und Sicherheit kaum beachtet ?
Computer Anwender und Internetnutzer können Datenschutz und Sicherheit nicht messen, ( anfassen, sehen oder schmecken)
Somit sehen diese Menschen auch keinen Mehrwert oder Gewinn durch spezielle Sicherheitssoftware, Konfigurationen, Methoden, Tools usw.
Also wofür Geld ausgeben ?
Für etwas was ich nicht wahrnehmen und/oder messen kann ?
Sicherheit ist jedoch nichts Emotionales, doch kann eine gefühlte Sicherheit auch ein großes Risiko in sich bergen.

Erst wenn wirklich jedem Computer-Anwender und Internetnutzer deutlich wird, welche Daten auch anderen offenkundig werden, folgt die Überlegung, ob es schützenswerte (persönliche) Daten gibt.
Hierbei werden leider meist nicht alle Ableitungen die aus den offenkundigen Daten möglich sind, berücksichtigt.
Beispiele: Politisches Interesse, Gewerkschaft,-Parteien-und Religionszugehörigkeit, sexuelle Neigungen usw.

Trotzdem, folgt hier und jetzt die Abwägung zwischen Kosten und Nutzen eines Datenschutzes
Aber gerade hier erfolgen die meisten Irrtümer, hoffentlich ohne grössere persönliche Schäden für die Betroffenen.

Erst wenn ein Anwender seine Internetgewohnheiten und Vorlieben kennt, können geeignete Maßnahmen angefangen bei der Systemkonfiguration getroffen, und durch Zusatzsoftware und Tools erweitert werden.
Dem menschlichen Faktor "Bruder Leichtsinn", Sorge tragend, können dann nur noch Verhaltensmaßregeln mitgegeben werden, die hoffentlich gepaart mit gesundem Menschenverstand und ausreichender Skepsis, für den Rest Sicherheit sorgen, die ein vorab grundlegend sicheres System ergänzen.