Schreckensmeldungen und Schlagzeilen
- Täglich 6.000 neue infizierte Webseiten.
- Täglich 10.000 neue Schädlinge
- Täglich 500.000 durch Bots infizierte Rechner
- Wieder groß angelegte Angriffe auf Web-Anwender im Gange
- Neue Wurm-Welle schwappt durchs Netz
- Schwachstelle im Internet-Explorer, Firefox, Opera und Co
- Kritische Lücken in QuickeTime, VLC und Winamp
- Sicherheitslücken in Flash-Applets
- Schädliche Werbebanner auf populären Webseiten
- Ungewollte Fernkonfiguration für Heim-Router
- eBay: Phishing und kein Ende
- Schwachstellen in Social-Networking-Seiten ( Benutzerdaten gestohlen )
- Social-Networking-Seiten liefern Kriminellen wertvolle Informationen
- Schwachstellen in Banking Portalen
Interessenten für ihre Daten
- Polizeidienststellen
- Staatsanwaltschaften
- Verfassungsschutzämter
- Bundesnachrichtendienst
- Militärischer Abschirmdienst
- nicht ausgeschlossen: private Rechtsinhaber (etwa Musikindustrie und Filmverlage), um Rechtsverletzungen (illegales Kopieren, Filesharing) besser verfolgen zu können
- USA - Großabnehmer für alle Daten
- FBI - will weltgrößte Biometrie-Datenbank errichten
- Weitergabe der Flugpassierdaten an die USA
- USA überwachen internationalen Postverkehr
- SWIFT spiegelt europäische Bankdaten auf Servern in USA mit Zugriff für NSA
- Nicht aufgezählt sind Daten, die beispielsweise durch Lauschposten wie Echolon etc. den USA zugänglich sind
Auch hier floriert der Handel mit Daten
- Soziale Netzwerke wie Facebook, MySpace, StudieVZ, SchülerVZ, Xing und wie sie alle heißen
- Suchmaschinenbetreiber - IP-Adressen und Suchbegriff-Speicherung damit uns individuelle Werbung zugestellt werden kann,
dank angeschlossener und eigener Marketingfirmen
- Betrüger und Kriminelle vom Botnetzbetreiber bis zum Spammer
Das steht dem gegenüber, haben wir, werden wir bekommen ...
- Bundestrojaner und Online Durchsuchungen
- Welche Stellen werden durchsuchen dürfen, und wer erhält wirklich Zugang zu ausgespähten Daten ?
- Biometriedaten in Bundespersonalausweis und Reisepass
- E-Pässe, E-Führerscheine, E-Fahrzeugpapiere - na klar, der Umwelt zuliebe
- Internetüberwachung ( durch Abmahn-Firmen )
- Permanente Nummernschild-Überprüfung
- Schüler-ID ?
- Schwachstellen in Virenscanner und anderer Sicherheitssoftware
- Sicherheitssoftware-Anbieter könnten Kampf verlieren
- Sicherheitssoftware am Ende ?
- Steuer-ID ( Finanzamt )
- Überwachung der Telekommunikation ( VDS / Vorratsdatenspeicherung )
- Video-Überwachung allen Ortes
Dann ist da noch ...
- Audio, Video Überwachung in deutschen Wohnungen ... aber wer nichts zu verbergen hat ...
- Hintertür in Vista? - Vielleicht jemand daran interessiert ?
- Komplette Krankenakte auf Gesundheitskarte
- Banken Scoring - aufgrund von Mülltonnen-Scans
Verbote für das gemeine Volk
Das Verbot der sogenannten Hackertools, die über-und vorwiegend zu Sicherheits-und Schwachenstellenanalysen
in Netzwerken und auf Systemen eingesetzt werden/wurden, kommt der geplanten Einführung des Bundes-Trojaners, wie
auch der "NICHT-Entdeckung" von Schwachstellen in Betriebssystemem, Kommunikationsprotokollen, Sicherheitssoftware etc.
nur entgegen.
Naja, der Staat muss seine Investitionen halt auch schützen. ( Sind ja schließlich Steuergelder :(
Wo kämen wir hin, wenn staatliche Hacker und deren Spionage-Software einfach entdeckt werden könnten ?
Wie wäre es um kommerzielle Unternehmen bestellt, wenn immer wieder Schwachstellen in deren Software entdeckt würde ?
Wie könnten dann Staat und Wirtschaft zusammenarbeiten, wenn keiner mehr diese kommerziellen Produkte kaufen würde ?
Gibt es denn für den gemeinen Bürger auch Vorteile ?
Vielleicht dann, wenn uns Dank Ressortübergreifender Regierungsstellen und öffentlicher Einrichtungen
der Zentralcomputer Auskunft über die eben gemachte weibliche Bekanntschaft gibt, ob diese nach Einschätzung des Zentralcomputers
und ihrer genetischen Anlagen, für uns als Brüterin und Ehefrau in Frage kommt. Ups, aber bitte erst die Anträge auf Fortpflanzung
und die rechtlichen Vorgaben lesen. DANKE ZENTRALCOMPUTER.
Warum werden Datenschutz und Sicherheit kaum beachtet ?
Computer Anwender und Internetnutzer können Datenschutz und Sicherheit nicht messen, ( anfassen, sehen oder schmecken)
Somit sehen diese Menschen auch keinen Mehrwert oder Gewinn durch spezielle Sicherheitssoftware, Konfigurationen, Methoden, Tools usw.
Also wofür Geld ausgeben ?
Für etwas was ich nicht wahrnehmen und/oder messen kann ?
Sicherheit ist jedoch nichts Emotionales, doch kann eine gefühlte Sicherheit auch ein großes Risiko in sich bergen.
Erst wenn wirklich jedem Computer-Anwender und Internetnutzer deutlich wird, welche Daten auch anderen offenkundig werden,
folgt die Überlegung, ob es schützenswerte (persönliche) Daten gibt.
Hierbei werden leider meist nicht alle Ableitungen die aus den offenkundigen Daten möglich sind, berücksichtigt.
Beispiele: Politisches Interesse, Gewerkschaft,-Parteien-und Religionszugehörigkeit, sexuelle Neigungen usw.
Trotzdem, folgt hier und jetzt die Abwägung zwischen Kosten und Nutzen eines Datenschutzes
Aber gerade hier erfolgen die meisten Irrtümer, hoffentlich ohne grössere persönliche Schäden für die Betroffenen.
Erst wenn ein Anwender seine Internetgewohnheiten und Vorlieben kennt, können geeignete Maßnahmen angefangen bei der
Systemkonfiguration getroffen, und durch Zusatzsoftware und Tools erweitert werden.
Dem menschlichen Faktor "Bruder Leichtsinn", Sorge tragend, können dann nur noch Verhaltensmaßregeln mitgegeben werden,
die hoffentlich gepaart mit gesundem Menschenverstand und ausreichender Skepsis, für den Rest Sicherheit sorgen, die ein
vorab grundlegend sicheres System ergänzen.